Deutschland startete umweltfreundliche Kreuzfahrtschiffe

Das Schiff „AIDAnova“, das als Treibstoff verflüssigtes Erdgas verwendet, erreicht eine Länge von 337 Metern, eine Breite von 42 Metern und verfügt über mehr als 2.600 Passagierkabinen.

Verflüssigtes Gas gilt als umweltfreundlicherer Kraftstoff als Diesel oder schwerer Kraftstoff, was Schadstoffemissionen in die Atmosphäre verursacht, insbesondere Stickoxide, Schwefel und Rußpartikel.

Experten haben es jedoch nicht eilig, das „saubere“ Schiff zu begrüßen. Beim Deutschen Naturschutzverband (NABU) wird ihnen versichert, dass zumindest die Verbrennungsprodukte eines solchen Schiffes sauberer sind, die Herstellung von Flüssiggas jedoch die Klimabilanz der Erde beeinträchtigt. Von echten Fortschritten in der Klimapolitik sollte man daher nur sprechen, wenn Gas aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, betonte der NABU-Vertreter Dietmar Oeliger.

Die Rostocker Firma – Kreuzfahrtschiffbetreiber Aida Cruises hat den Bau von insgesamt drei Schiffen mit Flüssigerdgas angeordnet. Die Investitionen in die Flottenerweiterung beliefen sich auf über 3 Milliarden Euro. „Im Jahr 2023 wird mehr als die Hälfte der Touristen, die die Dienste unseres Unternehmens nutzen, auf Schiffen reisen, die vollständig oder teilweise mit Flüssiggas arbeiten“, sagte ein Vertreter von Aida Cruises.

Das erste Schiff mit Flüssigerdgas wird Mitte November an die Reederei übergeben. Am 2. Dezember verlässt er auf seiner ersten Reise den Hamburger Hafen.

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