Firma C & A: Alles geht nach dem Clan

Vor kurzem wurde bekannt, dass ihre Nachkommen, die zu einem der reichsten Clans der Welt geworden waren, C & A an chinesische Investoren verkaufen wollen. Germania-online berichtet über die Geschichte der Marke und über die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie, die immer noch nach strengen internen Regeln lebt.

Die Gründer des Unternehmens, die Brüder Clemens und August Brenninkmeiers, sind in der westfälischen Gemeinde Mettingen aufgewachsen. Die Familie war seit dem 17. Jahrhundert im Handel mit Textilien tätig. Die Nähe zur Grenze erlaubte es ihnen, die Zahl der Käufer zu erhöhen: Die Brüder reisten regelmäßig nach Friesland, einer Provinz im Norden der Niederlande. Das Gründungsdatum von C & A ist 1841. Die Abkürzung Brenninkmeiers setzte sich aus den ersten Buchstaben ihrer Namen zusammen – Clemens (Clemens) und August (August).

1860 wurde der erste C & A-Laden in Snake, Niederlande, eröffnet. Die Neuerung war, dass die Brüder Konfektionskleidung in verschiedenen Größen verkauften, anstatt sie für einen bestimmten Kunden zu nähen. Bis Ende der 1890er Jahre gab es Markenshops in allen größeren Städten des Landes. Die Vorteile waren zu offensichtlich. Zum Beispiel entsprachen die Kosten für einen Damenmantel dem durchschnittlichen Arbeitseinkommen pro Woche, was ein Drittel billiger war als der Auftrag eines Schneiders.

1911 wurde mitten im Zentrum von Berlin, am Alexanderplatz, ein riesiger C & A-Laden eröffnet. So begann der Einstieg des Unternehmens in den europäischen Markt. Ihre Führer – eine neue Generation von Brenninkmayers – folgten Trends und technischen Innovationen. Die Filialen der Kette führten kühn revolutionäre Dinge für die jetzt offensichtliche Zeit ein: Selbstbedienung, Rolltreppen, die Kunden von der Damen- in die Herrenabteilung befördern, und die Möglichkeit, Waren zurückzusenden oder umzutauschen, die nicht passen. Die Preise blieben überraschend niedrig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es C & A erneut, seine Fans zu überraschen. Das Unternehmen war eines der ersten Unternehmen, das skandalöse Miniröcke und Bikinis in das Sortiment aufgenommen hat. Die schwarz-weißen Werbeplakate jener Jahre zeigten ein Mädchen in einem Kleid direkt über dem Knie. Auf der Seite der Titel: „Mut zum Tragen dieses Kleides kostet nur 39,75 Mark.“ Was den Kunden erlaubt war, war den Mitarbeitern des Unternehmens jedoch lange Zeit nicht gestattet. Die Länge ihrer Röcke wird streng durch interne Regeln geregelt. Kein Mini. Bei Verletzung des Verbots könnte sich der Arbeitsplatz bezahlt machen.

Diese merkwürdige Diskrepanz zwischen dem öffentlichen Image des Unternehmens und seinen internen Vorschriften führt uns zurück in die Geschichte von Brenninkmayers. Im 20. Jahrhundert wurden sie zur reichsten Familie der Niederlande und zu einer der reichsten Familien der Welt. Ihr Gesamtzustand wird auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Nun wird das Unternehmen in der sechsten Generation seit Clemens und Augusta geführt. Der Gesamtclan hat 12 Niederlassungen. Familienmitglieder leben nicht nur in den Niederlanden und in Deutschland, sondern auch in Dänemark, dem Vereinigten Königreich und anderen Ländern der Welt. Alle finanziellen Angelegenheiten von Brenninkemaier werden von der Verwaltungsgesellschaft Cofra mit Sitz in Zug (Schweiz) zusammengeführt.

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