Dr. Oetker: eine Firma, die den Deutschen das Backen beigebracht hat

Im Herbst 2016 ist es 100 Jahre her, dass Rudolph August Etker, der Enkel des Unternehmensgründers und genialen Unternehmers, geboren wurde. Er hat es in den Nachkriegsjahren geschafft, die Fabrik für die Herstellung von Trockenhefe zu einem weltweit renommierten Unternehmen zu machen.
Der Gründer des Unternehmens ist Dr. Botanist August Etker. Er besaß eine Bäckerei in der Stadt Bielefeld, die er von seinem Vater geerbt hatte, und kaufte 1891 auch eine Apotheke. Als Ergebnis einer Reihe chemischer Experimente hat der Wissenschaftler Backpulver erfunden und patentiert – eine Mischung, die den Teig einer Hausfrau hinzufügt, die sich jeder Hausfrau immer gut anhebt.

Wie durch Sprünge und Sprünge stand er selbst buchstäblich auf. Das neue Produkt ging mit einem Knall ein. Bald darauf baute Etker seine erste Backpulverfabrik auf und verkaufte 1906 50 Millionen Säcke mit Waren, die unter dem Markennamen Backin hergestellt wurden. Auf einer Fachausstellung für gastronomische Kunst in Hamburg gewann ein Geschäftsmann eine Goldmedaille und begann in Zeitungen über deutsches Backpulver zu schreiben.

Der Marketingerfolg der gesamten Idee war in der Verpackung verborgen – es ist eine kleine Portionsbeutel, die sich bequem zum Backen von Backwaren eignet und auf der Rückseite Rezepte aufgedruckt sind. Trotz der Tatsache, dass Etker 1903 sein Produkt offiziell patentierte, gilt der amerikanische Student Eben Horsford, der eine solche Mischung dreißig Jahre zuvor erhalten hatte, als Schöpfer des Backpulvers.

Ein paar Jahre später verkaufte Dr. Etker sein Pulver bereits im gesamten Reich. Und neue Produkte geschaffen. Bald begann seine Fabrik auch, Trockenpulver für die Herstellung von Pudding sowie Aromen und Geschmacksverstärker herzustellen. In der Produktion herrschte strengste Disziplin, und der Unternehmer formulierte sogar die Grundregeln und hängte sie an die Wand. Sie klangen wie: „Arbeit, arbeite mit all deiner Macht“, „Sei sparsam“, „Zeit ist dein Kapital, jede Minute sollte dich interessieren.“ Gleichzeitig waren die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sehr gut: Dr. Etker kümmerte sich um seine Angestellten und eröffnete sogar eine Schulungsküche für die Mädchen, damit sie zu guten Hausfrauen für die Ehe werden konnten.

Der Krieg, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausbrach, stellte sich als Geschäft für das Geschäft heraus: Das Unternehmen erhielt militärische Aufträge. Darüber hinaus trat 1915 ein Verbot der Verwendung von Hefe zum Backen in Kraft, wodurch sich 1918 der Umsatz mit Backpulver verdoppelte. Darüber hinaus spielte Dr. Augustus Etker, der schon lange verstanden hatte, wie wichtig kompetente Werbung war, den Nationalstolz der Deutschen mit folgendem Slogan: „Deutsche Hausfrauen! Kaufen Sie ab sofort nur noch deutschen Gustin und nicht englisches Mondamin.“ Unter dem Namen Gustin produzierte (und produziert) das Unternehmen Maisstärke.

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